... und das Wochenende fängt gut an!

Gebete


Gebete aus Südafrika

Herr Jesus Christus

der du von einer hebräischen Mutter geboren bist,
aber voll Freude warst
über den Glauben
einer syrischen Frau
und eines römischen Soldaten;
der du die Griechen,
die dich suchten,
freundlich aufgenommen hast
und zuließest,
dass ein Afrikaner
dein Kreuz trug –
hilf uns,
Menschen aller Rassen
und Nationalitäten,
aller Farben
und Schichten
als Miterben
in dein Reich zu bringen.
 

In Eintracht leben

Himmlischer Vater,
wir sagen dir Dank,
dass wir durch unseren Herrn Jesus Christus
in Eintracht miteinander und
im Einklang mit deiner Schöpfung
leben dürfen.
O Schöpfer Gott,
du hast alles Leben erschaffen,
und alles Leben ist vor dir kostbar -
aller Kreatur hast du Nahrung gegeben;
der Mensch und die Natur sind
Teil deines göttlichen Planes.
Lehre uns der Herausforderung gerecht zu werden,
unserem Tun Grenzen zu setzen und
ein Leben des Miteinander zu erlernen.
Lehre uns der Herausforderung
zur Verkündigung des Evangeliums gerecht zu werden,
damit alle Völker und Nationen
dein befreiendes Wort erfahren.
Wir bitten dich,
dass durch unseren Herrn Jesus Christus
allen Menschen die Liebe Gottes zuteil werde,
die stärker ist als Selbstsucht und Habgier,
und die uns dazu befreit,
als Kinder Gottes in Eintracht miteinander zu leben.
 

Damit wir miteinander teilen

Wir danken dir, Vater,
dass du deinen Sohn gesandt hast,
um mit uns das Leben auf dieser Erde zu teilen,
denn du hast deine Wohnung unter den Menschen gemacht,
und wir hier auf der Erde sind dir nicht gleichgültig.
 

Wir bringen vor dich

die Millionen von Menschen,
die unter dem Joch absoluter und
meist nicht selbst verschuldeter
Armut leiden.
Gib uns den Mut, so zu leben,
dass unser tägliches Gebet Wirklichkeit werde:
Dein Wille geschehe
wie im Himmel, so auf Erden.
Lehre uns, die wir reichlich haben,
einfacher zu leben,
damit andere überhaupt leben können,
und wir die Freude vom Miteinander-Teilen erfahren.
Stärke alle,
die sich um die Unverletzlichkeit
des Familienlebens bemühen.
Du hast uns das Wissen
um die heilenden Kräfte geschenkt,
so hilf uns auch,
verantwortlich bei der Zahl der Kinder zu sein,
die wir in diese Welt bringen.
Du hast uns Erziehung und Gesundheit geschenkt
und hast uns in die Verantwortung gerufen.
Hilf uns, die Gaben,
mit denen du uns gesegnet hast,
in deinen Dienst zu stellen.
Lass uns unser Leben hingeben
für dein Volk und für deine Welt
 

Verweilen

Lass mich langsamer gehen, Herr.
Entlaste das eilige Schlagen meines Herzens
durch das Stillwerden meiner Seele.
Lass meine hastigen Schritte stetiger werden
mit dem Blick auf die Weite der Ewigkeit.
Gib mir inmitten der Verwirrung des Tages
die Ruhe der ewigen Berge.
Löse die Anspannung meiner Nerven und Muskeln
durch die sanfte Musik der singenden Wasser,
die in meiner Erinnerung lebendig sind.
Lass mich die Zauberkraft des Schlafes erkennen,
die mich erneuert.
Lehre mich die Kunst des freien Augenblicks.
Lass mich langsamer gehen,
um eine Blume zu sehen,
ein paar Worte mit einem Freund zu wechseln,
einen Hund zu streicheln,
ein paar Zeilen in einem Buch zu lesen.
Lass mich langsamer gehen, Herr,
und gib mir den Wunsch,
meine Wurzeln tief in den ewigen Grund zu senken,
damit ich emporwachse
zu meiner wahren Bestimmung.
 

Ein Gebet zum neuen Jahr – von einem Christen aus Ghana in Afrika

Herr, Allmächtiger, Unendlicher, Schöpfer, Vollender,
ein Jahr ist für Dich nur ein Augenblick. Doch für uns ist es 365 Tage lang,
breit und tief, unübersehbar.
Herr, jedes Jahr ist vollgepackt für uns, im Voraus, mit Gutem und Bösem.
Du bist der Herr des Jahres, wir sind ängstliche Sklaven der Zeit.
Herr, doch eins ist wahr, jedes Jahr bringt uns näher zu Dir.
Menschen werden älter mit jedem Jahr, doch Christen werden jünger.
Ein Jahr liegt hinter uns, abgefahren. Eine schnurgerade Straße,
Kurven über steile Hügel, Schlaglöcher, Pannen,
verpasste Anschlüsse und Gelegenheiten.
Herr, wegen dieser verpassten Gelegenheiten könnte ich verzweifeln,
wenn Du nicht vergeben würdest.
Herr, jeden Tag ist Deine Gnade neu, seit dem Regenbogen,
und Deine Güte seit Jesus Christus.
Der Teufel und seine Gefährten schleppen sich durch die Jahre,
werden elender mit jedem Tag; doch wir wachsen mit der Sonne, mit Deinem Geist.
Herr, wie Du die Haare auf meinem Kopf gezählt hast,
so hast Du auch meine Tage gezählt, die Minuten und Sekunden.
Herr, um Gesundheit bitte ich Dich, um das tägliche Brot,
um Hunger auf Dein Wort, um Dein Wort bitte ich Dich.

Amen.
 

Ein Segen für jeden Tag

Herr, segne meine Hände,
dass sie behutsam sind,
dass sie halten können, ohne zur Fessel zu werden,
dass sie geben können ohne Berechnung,
dass sie die Kraft haben zu trösten und zu segnen.

Herr, segne meine Augen,
dass sie Bedürftigkeit wahrnehmen,
dass sie Unscheinbares nicht übersehen,
dass sie Vordergründiges durchschauen,
dass andere sich wohlfühlen können unter meinem Blick.

Herr, segne meine Ohren,
dass sie deine Stimme vernehmen,
dass sie hellhörig sind für die Stimme der Not,
dass sie verschlossen sind für Lärm und Geschwätz,
dass sie das Unbequeme nicht überhören.

Herr, segne meinen Mund,
dass er dich bezeugt,
dass nichts von ihm ausgeht, was verletzt oder zerstört,
dass er heilende Worte spricht,
dass er Anvertrautes bewahrt.

Herr, segne mein Herz,
dass dein Heiliger Geist darin wohnt,
dass es Wärme schenken und bergen kann,
dass es reich ist an Verzeihung,
dass es Leid und Freude teilen kann.
Lass mich dir verfügbar sein, mein Gott,
mit allem, was ich habe und bin.

Sabine Naegeli
 

Herr, ich habe es satt ...

Herr,
ich habe es satt,
den Hals zu verdrehen
und jedem Trugbild nachzugaffen.
Ich drehe mich nicht mehr um.
Geradeaus sehe ich und schweige.
Ich gönne meinem Nacken Ruhe.

Denn mein Nacken ist müde,
müde vom ewigen Drehen und Wenden.
Mache mich zu einem Menschen,
der geradeaus geht,
dass ich nur auf deinen Weg schaue,
den Weg, den du zeigst.

Meine Ohren sind müde
vom Lärm der Züge und Autos,
müde vom Nachhall der Worte,
vom Kopfweh kommender Tage,
sehr, sehr müde
und beinahe ertötet
vom klingenden, betäubenden Lärm.

Ich habe es satt, gereizt zu werden,
gereizt von den vielen Dingen draußen
und von der Selbstsucht drinnen.
Herr, reize du mich,
dass deine große Liebe mich treibt
und ich in Ewigkeit fröhlich bin.

John Mbiti, Kenia
 

Herr, lass mich deine Stimme heraushören

Herr,
lass mich deine Stimme heraushören
aus all den Reden
von Ansagern und Werbefritzen,
von Schmeichlern und Scharfmachern,
Sprechern und Schreiern,
von Lobhudlern und Langweilern,
von Diskussionsrednern und Diktatoren,
von Meinungsmachern und Nachbarn.

Aus all dem Geschwätz,
dem lauten und leeren und
sinnlosen und endlosen Gerede
lass mich deine
sanfte und eindringliche Stimme
heraushören,
Herr.

Lothar Zenetti
 

Ich bin da

In das Dunkel deiner Vergangenheit und in das Ungewisse deiner Zukunft,
in den Segen deines Helfens und in das Elend deiner Ohnmacht lege ich meine Zusage:
Ich bin da.

In das Spiel deiner Gefühle und in den Ernst deiner Gedanken,
in den Reichtum deines Schweigens und in die Armut deiner Sprache lege ich meine Zusage:
Ich bin da.

In die Fülle deiner Aufgaben und in die Leere deiner Geschäftigkeit,
in die Vielzahl deiner Fähigkeiten und in die Grenzen deiner Begabung
lege ich meine Zusage:
Ich bin da.

In das Gelingen deiner Gespräche und in die Langeweile deines Betens,
in die Freude deines Erfolges und in den Schmerz deines Versagens lege ich meine Zusage:
Ich bin da.

In die Enge deines Alltags und in die Weite deiner Träume,
in die Schwäche deines Verstandes und in die Kräfte deines Herzens lege ich meine Zusage:
Ich bin da.
 

Morgengebet aus Westafrika

Herr, ich werfe meine Freude wie Vögel an den Himmel.
Die Nacht ist verflattert, und ich freue mich am Licht.
Deine Sonne hat den Tau weggebrannt
vom Gras und von unseren Herzen.
Was da aus uns kommt, was da um uns ist
an diesem Morgen, das ist Dank.

Herr, ich bin fröhlich heute am Morgen.
Die Vögel und Engel singen, und ich jubiliere auch.
Das All und unsere Herzen sind offen für deine Gnade.
Ich fühle meinen Körper und danke.

Die Sonne brennt meine Haut, ich danke.
Das Meer rollt gegen den Strand, ich danke.
Die Gischt klatscht gegen unser Haus, ich danke.
Herr, ich freue mich an der Schöpfung
und dass du dahinter bist und daneben
und davor und darüber und in uns.

Ich freue mich, Herr,
ich freue mich und freue mich.
Die Psalmen singen von deiner Liebe,
die Propheten verkündigen sie.
Und wir erfahren sie:
Weihnachten, Ostern, Pfingsten und Himmelfahrt
ist jeder Tag in deiner Gnade.

Herr, ich werfe meine Freude wie Vögel an den Himmel.
Ein neuer Tag, der glitzert und knistert,
knallt und jubiliert von deiner Liebe.
Jeden Tag machst du. Halleluja, Herr!
 

Neujahrsgebet des Pfarrers zu St. Lamberti zu Münster aus dem Jahre 1882

Herr, setze dem Überfluss Grenzen
und lasse die Grenzen überflüssig werden.
Lasse die Leute kein falsches Geld machen
und auch das Geld keine falschen Leute.

Nimm den Ehefrauen das letzte Wort
und erinnere die Männer an ihr erstes.
Schenke unseren Freunden mehr Wahrheit
und der Wahrheit mehr Freunde.

Bessere solche Beamte, Geschäfts- und Arbeitsleute,
die wohl tätig, aber nicht wohltätig sind.
Gib den Regierenden ein gutes Deutsch
und den Deutschen eine gute Regierung.

Herr, sorge dafür, dass wir alle in den Himmel kommen,
aber nicht sofort.

Amen.
 

Psalm 23, in einer Neufassung der Japanerin Toki Miyaschina

Der Herr gibt mir für meine Arbeit das Tempo an,
ich brauche nicht zu hetzen.
Er gibt mir immer wieder einen Augenblick
der Stille, eine Atempause, in der ich zu mir komme.
Er stellt mir Bilder vor die Seele,
die mich sammeln und mir Gelassenheit geben.
Oft lässt er mir mühelos etwas gelingen,
und es überrascht mich selbst, wie zuversichtlich ich sein kann.
Ich merke: Wenn man sich diesem Herrn anvertraut,
bleibt das Herz ruhig.
Obwohl ich zuviel Arbeit habe,
brauche ich doch den Frieden nicht zu verlieren.
Er ist in jeder Stunde da und in allen Dingen,
und so verliert alles andere sein bedrohliches Gesicht.
Oft, mitten im Gedränge, gibt er mir ein Erlebnis,
das mir Mut macht.
Das ist, als ob mir einer eine Erfrischung reicht,
und dann ist der Friede da und eine tiefe Geborgenheit.
Ich spüre, wie meine Kraft dabei wächst,
wie ich ausgeglichen werde und mir mein Tagewerk gelingt.
Darüber hinaus ist es einfach schön, zu wissen,
dass ich meinem Herrn auf der Spur
und dass ich, jetzt und immer, bei ihm zuhause bin.
Amen.
 

Schaffe in mir Gott

Schaffe in mir Gott, ein reines Herz,
und gib mir einen neuen, beständigen Geist.

Psalm 51,12

Wenn ich einsam bin,
schaffe in mir ein fröhliches Herz,
das deine Gegenwart fühlt.

Wenn ich erschöpft bin,
schaffe in mir ein zuversichtliches Herz,
das mich an den Sinn meines Lebens erinnert.

Wenn ich leide,
schaffe in mir ein geduldiges Herz,
das die Schwierigkeiten schweigend trägt.

Wenn ich versucht werde,
schaffe in mir ein festes Herz,
das gegen die Versuchung kämpft.

Wenn ich gefallen bin,
schaffe in mir ein glaubendes Herz,
das Deine Vergebung empfängt.

Wenn ich mit Wohlstand gesegnet bin,
schaffe in mir ein großzügiges Herz,
das Deine Gaben mit den Armen teilt.

Wenn ich mit Freunden zusammen bin,
schaffe in mir ein mitfühlendes Herz,
das ihnen das Evangelium weitersagt.

Amen.
 

Segen für jeden Tag der Woche

Gesegnet sei der Montag: Segne, Gott, all mein Tun und Lassen,
Arbeit und Kochtopf, mein Haus und meinen Garten.

Gesegnet sei der Dienstag: Segne, Gott, die auf dem Weg sind,
auf dem Weg zur Schule, zum Kindergarten, zum Einkaufen
und auf dem Nachhauseweg.

Gesegnet sei der Mittwoch: Segne, Gott, alle Menschen,
meine Familie, meine Freunde und Feinde,
meine Nachbarn und alle Bekannten.

Gesegnet sei der Donnerstag: Segne, Gott, alles Nachdenken,
die Wissenschaften, die Musik, das Wort und unser tägliches Brot.

Gesegnet sei der Freitag: Segne, Gott, den Frieden,
alle Menschen der armen Länder
und die, die anderen hilfreich sind.

Gesegnet sei der Samstag: Segne, Gott, unsere Freizeit,
die Ruhe und den Schlaf
und alle, die am Wochenende arbeiten müssen.

Gesegnet sei der Sonntag:
Segne, Gott, alle Gottesdienste und Andachten,
alles Beten und Bitten,
Klagen, Weinen, Loben und Danken.

Amen.
 

Versuch eines Lobliedes (für Joachim Neander, nach dreihundert Jahren)

Lobe den Herren, den mächtigen ...
Aber wer tut das schon, sagt doch,
wer lobt denn heute, wer rühmt,
und überhaupt, wer vermag das noch:
loben, bewundern und preisen,
und gar noch den König der Ehren?

Wer kommt da, frag' ich, vereint mit den
Himmlischen Chören, kommt da zuhauf?
Wer lässt noch – Psalter und Harfe, wacht auf –
Etwas wie Lobgesang hören?

Wo doch, wohin ich auch sehe,
alles, was Odem hat, in wieviel
Wohlstand verwöhnt und verführet,
nur im Verbrauchen geübt ist.
Das lässt doch, während es fordert,
kein gutes Haar mehr an allem,
kein Dank mehr und keinerlei Anlass zum Lob.

Du aber, Seele, dich frage ich,
hast du nicht doch, du wenigstens,
dieses dankbar verspüret, dass er
dich hält und dich sicher geführet?
Hat er nicht in wieviel Not dich geleitet
Und über dir gnädig die Flügel gebreitet?

Vergiss es ja nicht, meine geliebete Seele,
singe davon, und wärst du die einzige Stimme
hier auf der Erde, die dankt und bewundert.
Alles, was in mir ist, lobe den Namen
Dessen, von dem wir den Odem bekamen.

Lothar Zenetti
 

Irischer Segen (aus dem Jahre 1692)

Geh deinen Weg ruhig - mitten in Lärm und Hast
und wisse, welchen Frieden die Stille schenken mag.
Steh mit allem auf gutem Fuße, wenn es geht,
aber gib dich selbst nicht auf dabei.

Sage deine Wahrheit immer ruhig und klar und höre die anderen auch an,
selbst die unwissenden Dummen - sie haben auch ihre Geschichte.
Laute und zänkische Menschen meide. Sie sind eine Plage für dein Gemüt.
Wenn du dich selbst mit anderen vergleichen willst,
wisse, dass Eitelkeit und Bitterkeit dich erwarten.

Denn es wird immer größere und geringere Menschen geben als dich.
Freue dich an deinen Erfolgen und Plänen.
Strebe wohl danach weiterzukommen, doch bleibe bescheiden.
Das ist ein guter Besitz im wechselnden Glück des Lebens.
Übe dich in Vorsicht bei deinen Geschäften.

Die Welt ist voller Tricks und Betrug.
Aber werde nicht blind für das, was dir an Tugend begegnet.
Sei du selbst - vor allem heuchle keine Zuneigung, wo du sie nicht spürst.
Doch denke nicht verächtlich von der Liebe, wo sie sich wieder regt.
Sie erfährt soviel Entzauberung,
erträgt so viel Dürre und wächst doch voller Ausdauer,
immer neu, wie das Gras.

Nimm den Ratschluss deiner Jahre mit Freundlichkeit an.
Und gib deine Jugend mit Anmut zurück, wenn sie endet.
Pflege die Kräfte deines Gemüts, damit es dich schützen kann,
wenn Unglück dich trifft,
aber überfordere dich nicht durch Wunschträume.

Viele Ängste entstehen durch Enttäuschung und Verlorenheit.
Erwarte eine heilsame Selbstbeherrschung von dir.
Im übrigen aber sei freundlich und sanft mit dir selbst.
Du bist ein Kind der Schöpfung,
nicht weniger wie die Bäume und Sterne es sind.
Du hast ein Recht hier zu sein.

Und ob du es merkst oder nicht - ohne Zweifel entfaltet sich die Schöpfung so,
wie sie es soll.
Lebe in Frieden mit Gott, wie du ihn jetzt für dich begreifst.
Und was auch immer deine Mühen und Träume sind
in der lärmenden Verwirrung des Lebens -
halte Frieden mit deiner eigenen Seele.

Mit all ihrem Trug, ihrer Plagerei und ihren zerronnenen Träumen -
die Welt ist immer noch schön!
 

Zum neuen Jahr – Botschaft eines chinesische Christen

Ich sagte zu dem Engel, der an der Pforte des neuen Jahres stand:
„Gib mir ein Licht, damit ich sicheren Fußes der Ungewissheit entgegengehen kann!“

Aber er antwortete:
„Gehe nur hinein in die Dunkelheit und lege deine Hand in die Hand Gottes.
Das ist besser als ein Licht und sicherer als ein bekannter Weg.“

Ein Glück dass es diese Hand gibt
und Engel, die mir sagen,
was richtig und wichtig ist.

Du weißt nicht, was kommt,
du weißt nicht, wer geht.

Aber du bist gewiss:
Wer dich hält
und dich trägt
auch über die Abgründe hinweg.

Uwe Seidel
(Aus dem Buch von Hanns Dieter Hüsch und Uwe Seidel, Das kleine Buch zum Glück, S. 42, © tvd-Verlag Düsseldorf 2001)
 

Im neuen Jahr

Der Gott,
der dieser Welt
jeden Tag neu
Licht und Leben gibt,
er lasse sein Angesicht leuchten
über dir im neuen Jahr,
über allen, denen du begegnest,
über allem, was auf dich zukommt.
Sein Licht
verbreite einen Glanz
über jedem Tag dieses Jahres.
Sein Licht
erhelle alle deine Wege.
Sein Licht
umhülle deine Höhen und Tiefen.
Seine Ewigkeit durchdringe deine Zeit,
„dass dir werde klein das Kleine
und das Große groß erscheine“.

Es segne und behüte dich
der allmächtige und barmherzige Gott.

Otto Haußecker

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